Pseudomembranöse Colitis 2
Dauer: 03:25 Min.

Pseudomembranöse Colitis - Fallbeispiel 2


Autor: Prof. em. Dr. med. S. Liebe, Universität Rostock, Rostock, Deutschland
Aus: Falk Media Service D34, Videofilme aus der Endoskopie-Praxis - Ausgewählte Erkrankungen des Kolons
2. Auflage 2012. © Falk Foundation e.V. Alle Rechte vorbehalten.


Klinik
Bei dem 62-jährigen Patienten war vor 2 Jahren erfolgreich eine Nierentransplantation vorgenommen worden. Akut aufgetretene Durchfälle waren zunächst antibiotisch behandelt worden. Der Patient erholte sich jedoch nicht, sondern erkrankte schwer mit Durchfällen, Fieber, Abgeschlagenheit und Exsikkose. Zur stationären Aufnahme kam ein schwerstkranker Patient mit geblähtem Abdomen, heftigen Bauchschmerzen, spärlichen Darmgeräuschen und sehr hohem CRP. Bereits unter dem Verdacht einer pseudomembranösen Colitis wurde die Endoskopie durchgeführt.

Video
Das Video beginnt etwa im Querkolon. Es sind monströse gelbliche Pseudomembranen zu sehen, die mit ihrem Schleim das Lumen des Darmes völlig ausfüllen. Die Darmwand ist in diesen Bereichen nicht sichtbar. Weiter distal werden kleine Bereiche der Darmschleimhaut sichtbar und die Pseudomembranen sind teilweise als einzelne Plaques ausgebildet. Hier erkennt man auch kleine Bereiche mit gefäßführender Schleimhaut.

Kommentar
Die pseudomembranöse Colitis zeigt endoskopisch ein typisches Bild. Das Krankheitsbild verlief bei diesem Patienten sehr schwer und es bestand die Gefahr der Perforation oder der Entwicklung eines toxischen Megakolons. In diesen Fällen muss ständig neu entschieden werden, ob noch konservativ oder operativ behandelt werden muss. Eine Koloskopie sollte mit aller Vorsicht erfolgen und nur zur Diagnosestellung dienen. Eine hohe Koloskopie ist nicht erforderlich und wegen der Perforationsgefahr auch gefährlich. (Siehe auch Anmerkungen zu Fallbeispiel 1)

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