Endoskopische Resektion eines Barrett-Frühkarzinoms mittels Ligatur
Dauer: 10:39 Min.

Endoskopische Resektion eines Barrett-Frühkarzinoms mittels Ligatur


Live-Endoskopie aus den HSK Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden in Zusammenarbeit mit "Video Journal and Encyclopedia of GI-Endoscopy". Aufzeichnung im Rahmen des Falk Symposiums 185 "Interfaces and Controversies in Gastroenterology" am 3. – 4. Oktober 2012
© 2013 Elsevier. Alle Rechte vorbehalten. Mit freundlicher Unterstützung der Falk Foundation e.V., Freiburg


Demonstriert durch:
Hendrik Manner, HSK Dr. Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden, Deutschland;
Pradeep Bhandari, Queen Alexandra Hospital Cosham, Großbritannien


Zusammenfassung:
Bei diesem Fall handelt es sich um einen 64 Jahre alten Patienten mit lang anhaltender Refluxkrankheit. Bei einer oberen Endoskopie wurde eine begrenzte Barrett-assoziierte Neoplasie im Frühstadium entdeckt. Eine anschließende Endosonographie ergab keine Hinweise auf einen Lymphknotenbefall.
Hier wird die die endoskopische Resektion einer Barrett-assoziierten Neoplasie mittels Ligatur durchgeführt.
Die endgültige histologische Diagnose des Resektats lautet: eine mäßig abgegrenzte Neoplasie mit Ausdehnung bis zum Rand der Submucosa ohne jegliche Lymphgefäßbeteiligung. Daher ist in diesem Fall die endoskopische Resektion als kurativ zu betrachten.


Kernaussagen:

  • Tatsächlich ist die endoskopische Resektion bei den meisten Barrett-assoziierten Neoplasien im Frühstadium, die nicht tiefer gehen als bis in die obere Schicht der Submucosa, die Behandlung der Wahl.
  • Einige Neoplasien sind sehr diskret und schwer abzugrenzen. In diesen Fällen sind adjuvante Techniken wie die Chromoendoskopie zu empfehlen – insbesondere die Chromoendoskopie mit Essigsäure, da hierdurch die mukösen Details sowohl der nicht-neoplastischen als auch der neoplastischen Schleimhaut besonders hervorgehoben werden.
  • Zur Vorabschätzung der lokalen Infiltrationstiefe ist die makroskopische Untersuchung der Endosonographie überlegen.
  • Jedoch ist es notwendig, vor Beginn der endoskopischen Resektion ein umfassendes Tumor-Staging vorzunehmen. Dies beinhaltet auf jeden Fall eine endosonographische Untersuchung hinsichtlich eines möglichen Lymphknotenbefalls.